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Coheed and Cambiria
The second stage turbine blade, Defiance, 2002
Wow, das vielleichst ungewöhnlichste Emo-Album des letzten Jahres, erschienen als Kollaboration von Equal Vision und Defiance. Coheed And Cambria kommen aus New York und haben ursprünglich mal als Trio unter dem Namen Shabutie angefangen. Ihren neuen Namen entnahmen sie den Charakteren Coheed und Cambria, die in einer Art Science-Fiction-Saga über Liebe und Vergebung die Hauptrollen im Konzept dieser wirklich ungewöhnlichen Platte spielen. Es handelt sich also um ein Konzeptalbum, dessen Story auf zukünftigen Releases der Band fortgeführt werden soll. Mindestens genauso unkonventionell ist die fantastische Musik der Band um Sänger/Gitarrist und Erfinder der Saga um C. und C. Claudio Sanchez. Die Band verbindet Elemente von treibendem Hardcore, Emo, Pop und einigen progressiven Metal-Einflüssen, was sich besonders in der Gitarrenarbeit niederschlägt. In diesem Zusammenhang muss man natürlich auch auf den Gastauftritt von Dr. Know von den legendären Bad Brains hinweisen. Der Gesang wiederum ist sehr exzentrisch und wandlungsfähig. In seinen fragilen, hymnischen melodischen Momenten (die überwiegen) erinnert Sanchez mich sofort an den guten alten Richie Birkenhead von Into Another/Underdog, aber er beweist auch dass er aggressive und verzweifelte Ausbrüche überzeugend umsetzen kann. Eine absolut begeisternde Platte, die man aufgrund der Wechsel zwischen melodischen, begeisternden Mitsing-Passagen und härteren Parts wohl am ehesten mit Bands wie Thursday vergleichen könnte, allerdings haben sich Coheed And Cambria in ihrer Gesamtheit eine ganz eigene Nische geschaffen, und ich hoffe, dass ihre Originalität belohnt wird. Ein Meisterwerk!
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