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A Static Lullabye
Faso latido, Columbia, 2005
Mit „Don’t forget to breathe“ standen A Static Lullaby vor knapp 2 Jahren zur richtigen Zeit in den Startlöchern für die große Screamo-Welle. Das Debüt gehört auch heute noch zu den überzeugendsten Werken dieses Genres und ist ein definitives Must-Have-Album. In solch einer Position hat eine Band mit dem Nachfolge-Album 2 Möglichkeiten: entweder man macht knüpft an das musikalische erfolgsrezept der ersten Platte an und geht auf Nummer sicher oder man beschreitet musikalisch neue Wege, die den Fans des ersten Album mitunter vor den Kopf stoßen. Im Bewusstsein der Kurzlebigkeit von Trends entschieden sich ASL für die zweite Option und laufen damit wie unlängst Hopesfall Gefahr zwar die Kritiker zu überzeugen, aber ihre Fanbase zu verlieren. Denn „Faso latido“ hat in der Tat mit dem Wechsel zwischen metallischer Brachialität und eingängigen Emo-Hymnen nicht mehr allzu viel gemeinsam. Die neuen Songs sind eindeutig mehr rockorientiert, lassen zuweilen gar Vergleiche zu den Queens Of The Stone Age oder Muse zu. Der Metal-Einfluss ist radikal reduziert und geshoutet wird nur noch selten. Die melodischen Momente erinnern an Bands wie Recover oder Glassjaw. Ein mutiges und in seiner Gesamtheit durchaus überzeugendes Album, ob die Fans des ersten Albums gewillt sind, diesen Schritt der Band mitzugehen, wird sich zeigen.
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