Noise / Doom / Ambient
65 Days of Static
We were exploding anyway, Hassle, 2010
Ist der Albumtitel nun als vorwegnehmend trotzige Antwort auf eventuelle Kritiker zu verstehen, die sich durch den vollzogenen Stilwechsel vor den Kopf gestoßen fühlen könnten? A la Rüssmannscher-Weisheit: „Wenn wir hier schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt!“? Vielleicht dann aber doch eher augenzwinkernd. Also nichts zu verlieren haben, und das machen worauf man bereits seit längerem Lust hatte - nämlich der Schublade entfliehen. Unterschieden haben sich 65Daysofstatic schon auf ihren vorherigen Alben von anderen, mittlerweile inflationär aufkommenden Postrockbands – hier ein Drumsample, da wabernde Synthie-Sounds. Auf ihrem vierten Album überwiegt nun der elektronische Einfluss, die Gitarren rücken fast gänzlich in den Hintergrund. Treibend ravig wie The Prodigy zu besseren Zeiten mit einer Prise postrockschen Soundflächen - live lässt sich dazu mit Sicherheit bestens rumzappeln.

 

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