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Clowns
Lucid Again, This Charming Man, 2017
Rotes Vinyl! Das ist sie also, die dritte Platte der vier Aussis – und wie zu erwarten war gibt es einmal wieder ein gnadenloses PowerPunk-Brett mit Chören, spitzen Refrains, tonnenweise geilen Melodien und der unverkennbaren kehligen Stimme von Stevie… “Lucid Again” ist etwas zahmer, wenn man es böse ausdrücken will – entbehrt jedoch nicht der Clowns typischen Grundaggresivität – die Gitarren singen und der Bass knatscht wie gehabt – die Geschwindigkeit und das Geknüppel ist etwas zurückgenommen und somit mehr Raum für Experimente gelassen worden. Stellenweise erinnern Parts an die mighty Fucked Up, zur Phase der ersten LP – das steht den Jungs hier außerordentlich gut und variiert, ohne den Grundcharakter zu hart zu verfälschen. Gastmusiker ist die australische Legende Tim Rogers!

Gleich beim ersten Song bin ich überrascht, und das, obwohl die letzte Platte bereits bewiesen hat, dass die Band extrem abwechslungsreich ist: der Titelsong am Anfang ist so eine Art Intro, das man eher Fucked Up oder Motorpsycho zutrauen würde, was ausgesprochen clever ist. Ein schöner Spannungsbogen baut sich auf und es dauert bis zur Hälfte von „Like a Knife at a Gunfight“, bis es richtig losgeht. Dann aber wie gewohnt, die Band hat ja einen legendären Wumms am Leibe, es kracht und drückt, dass es eine helle Freude ist. Der Energiequell der Australier scheint nie zu versiegen und die Ideen an der Gitarre auch nicht. Delay-Effekte und Chöre verstärken nur noch den Eindruck, dass man es mit einer sehr guten Band zu tun hat, die zweifelsohne im Punk und Hardcore verwurzelt ist, und nicht nur „aus der Ecke kommt“, sondern da auch immer noch steht, denn sie beweist: Punks dürfen alles. Von dieser Band werden Regeln gleichermaßen gebrochen wie bewiesen, wenn man es mal so betrachtet. Sich vom schnellen Hardcore entfernen und damit durchdrücken, dass man verdammt nochmal machen kann, was man will, und vor allem immer noch besser damit ist als eine Menge anderer Bands. Kann man quasi jedem empfehlen, der energische Gitarrenmusik gern hat, welche genau, spielt kaum eine Rolle. Die Single „Destroy the Evidence“ hat die Marschroute bereits angedeutet, „Noise in the Night“ oder „Painful Truth“ zum Beispiel untermauern, dass der Sänger eine der besten Stimmen hat, ich glaube, der kann alles singen, erinnert mich ab und an sehr angenehm an Walter Schreifels, von den Gesangslinien her. Extrem gute Platte. Wenn man bei der letzten immer wieder mal an The Bronx gedacht hat, denkt man bei dieser immer wieder mal an Fucked Up, aber jetzt mal ernsthaft: was sind das für gute Referenzen? Zumal Clowns immer noch eigen genug sind, um sich eine wirklich große Hörerschaft zu erspielen, ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bei dem satten und runden Sound, der macht einfach viel zu viel Spaß. Nach Adam Riese bleiben die aber für immer ein Geheimtipp, weil Geheimtipp-Bands einfach immer noch ein bißchen geiler sind als andere. Meine Lieblingssongs von der Platte heißen „Fifteen Minutes of Infamy“ & „Not Coping“.

 

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